Jeder Angriff ist ein Angriff auf uns alle!

Seit geraumer Zeit werden immer wieder Menschen von rechtsoffenen Fußballhools aus dem Umfeld der Gruppe Vulture Hannover (VH) 13 bedroht. Der traurige Höhepunkt dieses Bedrohungsszenarios war ein Vorfall am Abend des 03. Oktober 2014 in der Nähe des Hannover Hauptbahnhofs. Bei diesem Angriff wurde eine politisch aktive junge Frau so schwer verletzt, dass sie mehrere Tage im Krankenhaus verbringen und notoperiert werden musste. Die Brutalität mit der gegen die betroffene Frau vorgegangen wurde ist beängstigend und erfordert ein entschlossenes Handeln und unser aller Solidarität.

Bei den betroffenen Personen handelt es sich z.T. um Fußballfans, die sich mit Fußballfans anderer Vereine in einem antirassistischen Rahmen engagiert und solidarisiert haben. Dieses Engagement zusammen mit Fans ‚verfeindeter‘ Fußballclubs galt einigen Fans/Ultras/Hools als Hochverrat. Die Konsequenz die daraus gezogen wurde war, dass die ‚Nestbeschmutzer‘ von Teilen der hannoverschen Fanszene zum Abschuss freigegeben wurden. Es folgten mehrere gewalttätige Übergriffe.

Bereits einen Tag nach dem brutalen Angriff auf die junge Frau folgte eine weitere Attacke der Gruppe VH 13 und deren Umfeld auf linke Menschen in der Nordstadt. Dabei hat eine Person eine Gehirnerschütterung davongetragen. Seit dem gibt es vermehrt Treffen der rechtsoffenen Fußballhools in der Nordstadt mit dem Ziel Menschen, die sie als ihre Feinde identifizieren anzugreifen. Wer Opfer der Angriffe wird scheint zunehmend wahllos, Kriterium ist dabei für die Hools lediglich ein linkes Erscheinungsbild. Obwohl es sich bei der Gruppe rund um VH 13 nicht um Neonazis handelt und die Gruppe sich selbst als ‚unpolitisch‘ verstehen will, so haben sie sich Antifas als Ziel ihrer Angriffe ausgesucht. Mit Aussagen wie: „Wir kriegen euch alle, ihr Antifafotzen“ und „Die Nordstadt ist jetzt nicht mehr Politik, die Nordstadt ist jetzt Fußball“ machen VH 13 und ihre Freunde klar, wer ihrem Feindbild entspricht: Linke. Die Angriffe haben damit schon lange eine politische Dimension, die die Angreifer gern versuchen zu leugnen. Denn wer politische Aktivist_innen wegen ihres Engagement angreift, der handelt politisch.

Als Reaktion auf die Bedrohungslage ist der erste Schritt eine Demonstration am 28.11.2014 um 18 Uhr am Klagesmarkt. Aber dabei bleibt es nicht! Wir werden keine Ruhe geben bis die Angriffe aufhören und Menschen sich in der Nordstadt, auch an Spieltagen, wieder frei bewegen können, ohne Angst haben zu müssen, von Hools angegriffen zu werden. Bisher wurden die brutalen Angriffe von der medialen Öffentlichkeit entweder ignoriert oder, wie durch die HAZ, entpolitisiert und bagatellisiert. Damit ist jetzt Schluss! Angriffen von Hools auf Linke muss entschlossen entgegengetreten werden! Die Offenheit/Anschlussfähigkeit zu rechter Ideologie muss benannt werden! Wir laden alle Menschen aus dem Stadtteil und darüber hinaus ein, sich auch in Zukunft mit uns gegen die Angriffe der Hooligans zu stellen. Kommt zur Demo und zeigt euch solidarisch!